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HORIZONT 2020

 

Schweiz: Vollständige Assoziierung an Horizont 2020 ab 1. Januar 2017

Am 16. Dezember 2016 hat der Schweizer Bundesrat das Protokoll zur Ausweitung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien zwischen der EU und der Schweiz ratifiziert und erfüllt nunmehr die Bedingungen für eine vollständige Assoziierung an Horizont 2020.
Diese gilt ab dem 1. Januar 2017.

Die vollständige Assoziierung der Schweiz an Horizont 2020 gilt für alle Grant Agreements (GA), die ab dem 1. Januar 2017 geschlossen werden.
In praktischer Hinsicht bedeutet dies, dass Schweizer Einrichtungen nunmehr in allen Bereichen von Horizont 2020 automatisch förderfähig sind und Fördermittel bei der Europäischen Kommission beantragen können.

 

 

China und Russland stellen Finanzierungsmöglichkeiten für HORIZONT 2020 bereit

13.02.2015                      

Die Chinesische Akademie der Wissenschaften (CAS) hat die Bereitstellung finanzieller Mittel für die Beteiligung chinesischer Wissenschaftler an HORIZONT 2020 angekündigt. Institute und Einrichtungen der CAS, die an bereits bewilligten HORIZONT 2020 Projekten beteiligt sind, können eine finanzielle Unterstützung im Rahmen des CAS-EU Partner Programme beantragen. Die Einreichungsfrist endet am 2. März 2015.

Vor kurzem hat der russische Wissenschaftsminister in einem Interview mit der Zeitschrift „Nature“ Finanzierungsmöglichkeiten für eine Beteiligung russischer Partner an HORIZONT 2020 ab 2016 in Aussicht gestellt.

Forschende aus Russland und China können am Programm teilnehmen, werden aber normalerweise nicht aus seinem Budget finanziert.

 

 

FAQ’s zum Thema GESUNDHEIT

19.01.2015

Die Europäische Kommission hat eine aktualisierte Version des FAQ-Dokuments veröffentlicht, in dem häufig gestellte Fragen zu Themen der Gesellschaftlichen Herausforderung 1 (Gesundheit, demografischer Wandel und Wohlergehen) in Horizont 2020 beantwortet werden.

Das Dokument findet sich unter den „Call Documents“ der Aufrufe in der Gesellschaftlichen Herausforderung 1, z. B. unter:
http://ec.europa.eu/research/participants/portal/desktop/en/opportunities/h2020/calls/h2020-phc-2015-single-stage_rtd.html

 

 

Teilassoziierung der Schweiz an Horizont 2020  

17.09.2014

Die zuständigen Schweizer Behörden und die Europäische Kommission haben mitgeteilt, dass eine Teilassoziierung der Schweiz an Horizont 2020 erreicht wurde. Das entsprechende Abkommen wird voraussichtlich im Dezember 2014 unterzeichnet, gilt jedoch rückwirkend ab dem 15. September 2014 und zunächst bis Ende 2016.

Wissenschaftler und Einrichtungen in der Schweiz können damit als gleichberechtigte Partner in den Programmlinien der ersten Säule („Exzellente Wissenschaft“: Europäischer Forschungsrat - ERC, Marie Sklodowska Curie Maßnahmen, Künftige und neu entstehende Technologie - FET, Forschungsinfrastrukturen) sowie am Programmteil "Spreading Excellence and Widening Participatio"n teilnehmen und Förderung erhalten.

Bei den übrigen Ausschreibungen (zweite und dritten Säule von Horizont 2020) werden Einrichtungen aus der Schweiz weiterhin als Teilnehmer aus einem Drittstaat behandelt. Die Schweizer Behörden stellen jedoch für die Teilnahme von Schweizer Einrichtungen an diesen Programmteilen eigene Fördermittel zur Verfügung.

Weitere Informationen hierzu:

 

 

Leitfaden zum Geistigen Eigentum in "Horizont 2020"

28.07.2014

Der IPR Helpdesk hat einen Leitfaden zu geistigem Eigentum (IP) in Horizont 2020 veröffentlicht. Er enthält Informationen zu den Anforderungen und Erwartungen der Europäischen Kommission sowie praktische Hinweise zum IP-Management in Horizont 2020.
 
Mit dem verstärkten Fokus auf Innovation und marktnahen Aktivitäten werden Forschung, technologische Entwicklung und Innovation stärker verknüpft als in den vorhergehenden Forschungsrahmenprogrammen. Prinzipiell bestehen die Forderungen, einerseits das im Projekt erzielte neue Geistige Eigentum entsprechend der eigenen Strategie zum Geistigen Eigentum zu schützen und andererseits die Projektergebnisse so früh wie möglich (auch über 'Open Access') zu verbreiten.

Der Leitfaden legt die Folgen für Teilnehmer in Antragstellung, Projektdurchführung und -abschluss dar, stellt neue Begrifflichkeiten ('Results') und erweiterte Definitionen ('Affiliated Entities') vor.
Praktische Empfehlungen gibt er etwa für die Patentrecherche oder Vertraulichkeitsvereinbarungen während der Antragsphase sowie dem oft schon in dieser Phase erforderlichen Entwurf eines "Plans zur Verbreitung und Verwertung von Projektergebnissen" oder zur Erstattungsfähigkeit von Kosten, die während der Projektlaufzeit mit dem Schutz des im Projekt erzielten Geistigen Eigentums anfallen könnten und entsprechend bereits im Budget des Antrags berücksichtigt werden sollten.

Desweiteren verweist er auf die Mindestanforderungen an die vor Unterschrift der Grant Agreements abzuschließenden Konsortialverträge. Hierzu zählt etwa auch die Forderung, dass vor Projektbeginn existierende Geistige Eigentum ("Background"), das für die Durchführung des Projekts benötigt und daher von den Projektpartnern in das Projekt eingebracht wird, klarer zu definieren und in einer "Positivliste" festzuhalten.

Zugangsrechte nicht nur für die EU-Kommission selbst, sondern unter Umständen auch für Mitgliedsstaaten ("Sichere Gesellschaften") gehören zu den neuen Rahmenbedingungen

Interessenten erhalten Zugang zum neuen Leitfaden des IPR Helpdesk über folgenden Link:
http://www.iprhelpdesk.eu/sites/default/files/documents/EU_IPR_Guide-to-IP-H2020.pdf

 

 

Aktueller Stand zur Teilnahme von Schweizer Institutionen in HORIZONT 2020

07.07.2014

Als Folge des Schweizer Referendums vom 9. Februar 2014 wurden die Verhandlungen über die Assoziierung der Schweiz zum Europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizont 2020, ausgesetzt.

Die Assoziierung wird nach wie vor angestrebt, jedoch hat die Schweiz aktuell nach wie vor den Status eines Drittstaats (third country). Die Teilnahme von Schweizer Einrichtungen kann somit nicht für die erforderliche Mindestteilnehmerzahl von drei Partnern aus drei unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten oder Assoziierten Ländern berücksichtigt werden.

Der Schweizer Bundesrat hat am 25. Juni eine Übergangsregelung beschlossen, die es Schweizer Einrichtungen (Wissenschaft und Industrie) ermöglicht, weiterhin als Partner und Koordinatoren an Verbundforschungsprojekten in HORIZONT 2020 teilzunehmen. Im Sinne einer sogenannten projektweisen Beteiligung können die für das Rahmenprogramm  vorgesehenen Schweizer Mittel übergangsweise direkt an Forschende in der Schweiz bezahlt werden, deren Teilnahme im Rahmen von HORIZONT 2020 durch die Europäische Kommission nicht gefördert wird. Das Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation wird die dazu nötigen Antragsformulare vermutlich im Herbst 2014 auf seiner Website veröffentlichen.

Weiterhin ausgeschlossen bleibt eine Bewerbung von Forschenden an Schweizer Institutionen auf ERC Grants. Die Teilnahmemöglichkeiten für Schweizer Institutionen an den Marie Skłodowska-Curie-Aktionen sind eingeschränkt.  Weitere Informationen dazu finden Interessenten unter:
https://www.euresearch.ch/fileadmin/redacteur/SERI/Fact-sheet_Horizon_2014-06-25_e.pdf

 

 

Einigung im informellen Trilog zu HORIZONT 2020 erzielt

Der Ausschuss der Ständigen Vertreter hat nach mehrmonatigen Verhandlungen im so genannten Trilog zwischen EU-Kommission, Europäischem Parlament und Europäischem Rat am 17. Juli 2013 einen Kompromiss zu Horizont 2020 gebilligt.

Ratspräsidentschaft und Vertreter des Europäischen Parlaments einigten sich über die Struktur, die Inhalte und die Budgetverteilung sowie die Beteiligungsregeln für das neue
Rahmenprogramm für Forschung und Innovation. Damit ist der Weg frei für eine zügige Annahme der betreffenden Rechtstexte im Ordentlichen Gesetzgebungsverfahren. Dieses wird in den kommenden Monaten stattfinden.  Es ist daher zu erwarten, dass das Programm planmäßig am 1. Januar 2014 starten
wird. Mit ersten Ausschreibungen kann bereits Ende 2013 gerechnet werden.

Offizielle Pressemitteilung des Rates der EU:
http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_Data/docs/pressdata/en/intm/138118.pdf

 

 

Mehrjähriger Finanzrahmen 2014 - 2020

05.07.2013

Das Europäische Parlament hat in der vergangenen Woche den Vorschlag des Rates zum Mehrjährigen Finanzrahmen (MFF) für die Jahre 2014-2020 akzeptiert. Mit großer Mehrheit stimmte das EP einer politischen Resolution zu, mit der es sich auf den Kompromiss verpflichtet, der in der letzten Woche mit dem Rat ausgehandelt worden war. 

Das Gesamtbudget - 960 Mrd. € (Verpflichtungsermächtigungen) - blieb im Kompromiss unverändert. Andererseits konnte das EP bei den Verhandlungen Zugeständnisse des Rates bei der Flexibilität des Gesamtbudgets sowie für ein Mid-Term Review des MFF im Jahr 2016 erreichen. Zudem wurde eine Einigung über die Aufstockung des Budgets 2013 erzielt.
Für die Forschungsförderung in HORIZON 2020 sind für die Jahre 2014-2020 70,2 Mrd. € (konstante Preise 2011, in laufenden Preisen: 77,02 Mrd. €) vorgesehen. Die erhöhte Flexibilität des Finanzrahmens eröffnet die Möglichkeit, das Forschungsbudget der Jahre 2014 und 2015 durch Umwidmung ungenutzter Haushaltsmittel um bis zu 200 Mio. € aufzustocken.
Der Ministerrat hatte dem Kompromiss bereits in der vorletzten Woche zugestimmt. Die offizielle Abstimmung der juristischen Texte in Rat und Parlament folgt im September.

Weitere Informationen zum MFF:
http://ec.europa.eu/budget/mff/index_en.cfm

 

 

HORIZON 2020: Informelle Einigung von Parlament, Rat und Kommission

26.06.2013

In den Verhandlungen über das künftige Rahmenprogramm für Forschung und Innovation HORIZON 2020 wurde ein Durchbruch erzielt. Das Europäische Parlament, vertreten durch die Berichterstatter des Forschungsausschusses ITRE, und der Ministerrat, vertreten durch die irische Präsidentschaft, einigten sich im informellen Trilog über ein Gesamtpaket von fünf Rechtsgrundlagen, die die europäische Forschungsförderung in den nächsten 7 Jahren festlegen. Dazu gehören die Verordnung für das Rahmenprogramm HORIZON 2020, das Spezifische Programm, die Beteiligungsregeln, das Europäische Institut für Technologie (EIT) sowie die Strategische Innovationsagenda des EIT.

Der Rat konnte Kompromisse mit dem Parlament über einige von dessen Forderungen schließen, wie ein KMU-Instrument mit einer Mittelausstattung von ca. 4% des Gesamtbudgets für HORIZON 2020; eine Pilotmaßnahme "Fast Track 2 Innovation" für die schnellere Vermarktung von Ergebnissen; spezifische Kohäsionsmaßnahmen zur erweiterten Partnerschaft in HORIZON 2020 ("Widening Participation"), in deren Rahmen die forschungs- und innovationsschwächeren Regionen an forschungsintensivere Regionen herangeführt werden sollen; diese Maßnahmen sollen nicht wie ursprünglich gefordertet im Teilprogramm I "Exzellente Wissenschaft" finden, sondern als eigenständige Maßnahme aufgenommen werden.

In der Frage des Kostenmodells verständigte man sich auf das vom Rat vorgeschlagene Modell - "100% + 25%" ohne die vom Parlament vorgeschlagene Vollkostenoption.

Festgelegt wurde auch die prozentuale Aufteilung der Haushaltsmittel auf die drei Programmsäulen. 38% der Mittel sollen für Säule I "Excellent Science", 22,5% für Säule II "Industrial Leadership" und 38% für die Säule III "Societal Challenges" zur Verfügung stehen. Das EIT sowie die forschungsrelevanten Teile des früheren CIP-Programms werden aus dem HORIZON 2020-Haushalt finanziert.

 

 

Internationale Zusammenarbeit in HORIZONT 2020

19.06.2013

HORIZONT 2020, das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (2014 – 2020), wird derzeit im Rahmen des ordentlichen Gesetzgebungsverfahrens verhandelt. Eine Reihe von Dokumenten lassen aber Rückschlüsse auf die zukünftige Ausrichtung der internationalen Zusammenarbeit zu, (Kooperation mit Einrichtungen, die nicht in EU-Mitgliedstaaten oder in Assoziierten Staaten  etabliert sind). Die allgemeine Öffnung für die Beteiligung von Institutionen aus Drittstaaten soll dabei wie im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm durch gezielte Maßnahmen ergänzt werden.

Die Umsetzung der internationalen Zusammenarbeit in HORIZONT 2020 wurde in der Kommissionsmitteilung vom 14. September 2012 "Verbesserung und Fokussierung der internationalen Zusammenarbeit der EU in Forschung und Innovation: ein strategischer Ansatz" dargelegt.

Der Rat "Wettbewerbsfähigkeit" hat sich in den "Schlussfolgerungen" vom 30. Mai 2013  zur Kommissionsmitteilung geäußert und dabei zentrale Elemente dieses Ansatzes bekräftigt.

Die internationale Zusammenarbeit der EU in Forschung und Innovation verfolgt danach drei zentrale0 Ziele:

  • Stärkung der Exzellenz und Attraktivität der Union in den Bereichen Forschung und Innovation sowie in ihrer wirtschaftlichen und industriellen Wettbewerbsfähigkeit
  • Bewältigung globaler gesellschaftlicher Herausforderungen
  • Unterstützung der auswärtigen Politik der Union


In Horizont 2020 sollen mehrjährige Roadmaps für die Zusammenarbeit mit wichtigen Partnerländern und -regionen – abgestimmt mit den Mitgliedstaaten – den strategischen Ansatz unterstützen. HORIZONT 2020 sieht eine Differenzierung nach Ländergruppen vor:

  • EFTA-Länder, EU-Beitrittsländer und Länder, die unter die Europäische Nachbarschaftspolitik fallen
  • Industrie- und Schwellenländer
  • Entwicklungsländer


In der Zusammenarbeit mit Schwellen- und Industrieländern sollen dabei verstärkt reziproke Vereinbarungen angestrebt werden. Zukünftig sollen große Schwellenländer nicht mehr automatisch von der Förderung profitieren, das Pro-Kopf-Bruttoeinkommen soll deshalb durch ein Kriterium auf Grundlage des Bruttoinlandsprodukts ergänzt werden.

Die internationale Zusammenarbeit in HORIZONT 2020 soll mit verschiedenen Finanzierungsinstrumenten umgesetzt werden: Forschungs- und Innovationsprojekte mit (empfohlener oder obligatorischer) Drittstaatenbeteiligung, flexiblere Formen der Zusammenarbeit (bspw. Vernetzungsmaßnahmen) sowie gemeinsame Initiativen der Union und internationaler Partner (koordinierte/gemeinsame Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen, ERA-NET, Artikel-185-Maßnahmen, etc.).

Der Programmausschuss mit Zuständigkeit für Querschnittsfragen soll Steuerung, Begleitung und Bewertung der Gesamtstrategie für internationale Zusammenarbeit übernehmen. Ein Ziel des Ansatzes ist es, die Partnerschaft zwischen der Kommission und den Mitgliedstaaten zu stärken, also die Kohärenz zwischen Maßnahmen der Kommission und der Mitgliedstaaten sicherzustellen. Hierfür wird das Strategieforum für internationale FuE-Zusammenarbeit weiterhin von Bedeutung sein.

 

 

Vorläufiger Zeitplan für die ersten ERC Grants in HORIZON 2020 veröffentlicht

14.05.2013

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat am 14.5.2013 einen vorläufigen Zeitplan für die ersten Ausschreibungen im neuen Rahmenprogramm "HORIZON 2020" veröffentlicht. 

Danach sind für 2013 / 2014 die folgenden Ausschreibungen vorgesehen:

Ende 2013:        Veröffentlichung des ERC Arbeitsprogramms

I. / II. Quartal 2014:    Öffnung des Aufrufs und Einreichungsfrist - ERC Starting Independent Researcher Grants

II. Quartal 2014:        Öffnung des Aufrufs und Einreichungsfrist - ERC Consolidator Grants

IV: Quartal 2014:        Öffnung des Aufrufs und Einreichungsfrist - ERC Advanced Investigator Grants

Zwei Fristen 2014    Proof of Concept

Für 2013 und 2014 ist nach derzeitiger Planung keine Ausschreibung für den ERC Synergy Grant vorgesehen.
Diese Informationen finden Interessenten auch auf der ERC-Webseite unter: http://erc.europa.eu/update-erc-calls-proposals-2014

 

 

HORIZON 2020 – Zum aktuellen Stand der Verhandlungen

04.06.2013
Nachdem das Europäische Parlament im März den Haushaltsvorschlag der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union für die Jahre 2014 - 2020 abgelehnt hatte, wird im gegenwärtig laufenden Trilog zwischen Rat, Parlament und Kommission über die künftige Ausgestaltung des Budgets und weitere Details des zukünftigen 'Rahmenprogramms für Forschung und Innovation' verhandelt.
Aktuell diskutieren Europäische Kommission, Europäisches Parlament und Vertreter der irischen Ratspräsidentschaft über die Beteiligungsregeln des Programms sowie über die verschiedenen Positionen zur Erstattung 'indirekter Kosten'. Dieser Teil der Verhandlungen soll bis zum 17. Juni 2013 abgeschlossen werden.

 

Vorschlag der Europäischen Kommission für HORIZON 2020 (2014-2020) veröffentlicht

09.12.2011

Die Europäische Kommission hat am 30. November 2011 ihren Vorschlag für das neue Forschungsförderprogramm "Horizon 2020  - The Framework Programme for Research and Innovation"  veröffentlicht. Horizon 2020 wird eine Laufzeit von 2014-2020 haben und das Forschungsrahmenprogramm, Programmteile des Programms für Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und für KMU (COSME) und das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) zusammenfassen. Das EIT wird außerhalb des Spezifischen Programms angesiedelt und soll Mittel in Höhe von 2,8 Milliarden € aus dem neuen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation erhalten.

Der Vorschlag sieht ein Gesamtbudget in Höhe von 80 Mrd. € vor.


Zur Umsetzung von Horizon 2020 hat die Kommission einen Vorschlag für ein einziges Spezifisches Programm veröffentlicht, das  in vierTeile (Parts) untergliedert ist:

I Excellent Science (24,6 Mrd. €):

  • European Research Council (13,2 Mrd. €)
  • Marie Curie-Maßnahmen (5,8 Mrd. €)
  • Future and Emerging Technologies (FET) (3,1 Mrd. €)
  • Forschungsinfrastrukturen (2,4 Mrd. €)

 

II Industrial Leadership (17,9 Mrd. €):

  • Leadership in enabling and industrial technologies (13,8 Mrd. €):
  • Dazu gehören folgende Themen: Information and Communication Technologies, Nanotechnologies, Advanced Materials, Biotechnology, Advanced Manufacturing and Processing, Space 
  • Vereinfachter Zugang zu Risikofinanzierung (3,5 Mrd. €)
  • Innovation in KMU (619 Millionen €)
     

III Societal challenges (31,7 Mrd. €):

  • Health, Demographic Change and Well-being (8,0 Mrd. €)
  • Food Security, Sustainable Agriculture, Marine and Maritime Research and the Bio-Economy (4,2 Mrd. €)
  • Secure, Clean and Efficient Energy (5,8 Mrd. €)
  • Smart, Green and Integrated Transport (6,8 Mrd. €)
  • Climate Action, Resource Efficiency and Raw Materials (3,2 Mrd. €)
  • Inclusive, Innovative and Secure Societies (3,8  Mrd. €)


IV Non-nuclear Direct Actions of the Joint Research Centre (JRC) (2 Mrd. €)
 

Das JRC wird mit seinen Forschungsprojekten zu Teil II ‚Industrial Leadership’ und Teil III ‚Societal Challenges‘ beitragen. Die Maßnahmen des JRC werden mit 2 Mrd. EUR gefördert.

 

 

Vorschlag der Europäischen Kommission für HORIZON 2020 - Die Beteiligungsregeln

09.12.2011

Teil der am 30. November 2011 veröffentlichten Dokumente ist der Vorschlag für die Beteiligungsregeln des neuen Rahmenprogramms für Forschung und Innovation. Änderungen der Beteiligungsregeln für 'HORIZON 2020' im Vergleich zum 7. Forschungsrahmenprogramm betreffen vor allem:

Förderquoten (Artikel 22)

In HORIZON 2020 soll es nach dem Vorschlag der Kommission nur noch eine Förderquote je Projekt ('Action') geben. Die Unterscheidung zwischen verschiedenen Aktivitäts- und Organisationstypen würde somit entfallen.
Eine Option sieht eine Förderquote von max. 100% der erstattungsfähigen Kosten je Projekt in Forschung und Entwicklung vor.
Für Projekte mit überwiegenden, so genannten marktnahen Aktivitäten (Demonstrationsaktivitäten, Serviceinnovationen, experimentelle Entwicklung etc. ) sollen maximal 70% der Kosten erstattet werden. Die Förderquote von max. 70% soll auch für Maßnahmen zur Kofinanzierung von internationalen, intersektoralen und interdisziplinären Förderprogrammen ('programme co-fund actions') gelten. Einzelne Ausschreibungen können abweichend von den genannten Erstattungsraten eine Förderung mit 'lump sums' (Pauschalbeiträge) und 'scale of unit costs' (Stückkostensätze) vorsehen.
 

Indirekte Kosten (Artikel 24)

Die Förderhöhe für indirekte Kosten soll demnach für alle Förderformen generell 20% der erstattungsfähigen direkten Kosten betragen. Wie bisher sollen keine indirekten Kosten für die Vergabe von Unteraufträgen geltend gemacht werden können. Ebenso sollen indirekte Kosten nicht erstattet werden, wenn ein Dritter Ressourcen zur Verfügung stellt, die der Zuwendungsempfänger nicht auf seinem Betriebsgelände nutzt oder wenn eine finanzielle Unterstützung durch den Zuwendungsempfänger an Dritte erfolgt.
 

Timesheets (Artikel 25)

Im Regelfall muss weiterhin eine Dokumentation der für das Projekt geleisteten Arbeitszeit auf Basis eines Zeiterfassungssystem (z. B. in Form von 'timesheets') erfolgen. Hiervon ist Personal ausgenommen, das zu 100% im Projekt angestellt ist. In diesem Fall soll eine entsprechende Erklärung, dass die Person ausschließlich für das Projekt tätig ist, als Nachweis ausreichend sein.
Bescheinigung über die Kostenaufstellung ("Auditzertifikate") (Artikel 28)
Prüfberichte ('certificates on the financial statements') sollen im neuen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation ab einer Zuwendungshöhe von 325.000 € vorgelegt werden.
 

Förderformen (Artikel 48, 49)

Allgemein gilt, dass für die Projektförderung verstärkt Finanzierungsinstrumente wie Ausschreibungen von "Preisen" sowie Aktivitäten zur Unterstützung des öffentlichen Vergabewesens, eingesetzt werden sollen.

Verbreitung von Forschungsergebnissen (Artikel 38-46)
Die Bestimmungen zur Verbreitung von Forschungsergebnissen in HORIZON 2020 bauen auf den im 7. FRP geltenden Regeln auf. Erweitert wird die Definition der Ergebnisse ('results'; im 7. FRP:  'foreground'), die sowohl  neue Kenntnisse und Schutzrechte als auch Daten umfasst. Darüber hinaus sieht der Vorschlag die Ausweitung des 'open access' (Zugang zu Forschungsergebnissen) vor.
 

Zeitplan

Der Vorschlag wurde im Wettbewerbsrat am 6. Dezember 2011 in Brüssel vorgestellt. Verhandlungen werden im Rat und im EP zum Vorschlag für die Verordnung zur Einrichtung von HORIZON 2020 und dem Vorschlag zur Verordnung der Beteiligungsregeln geführt.
Veröffentlichung der ersten Ausschreibungen im Programm  HORIZON 2020  Ende 2013 oder Anfang 2014.