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Daten zur Geschichte der Medizinischen Fakultät

Siegel

1457      Die Medizinische Fakultät ist eine der vier Gründungsfakultäten der Albrecht-Ludwigs-Universität Freiburg. Erzherzog Albrecht VI. von Österreich beauftragt den aus Villingen stammenden Mediziner Matthaeus Hummel mit der Gründung der Fakultät und ernennt ihn zum ersten Rektor.

1460      Beginn des Vorlesungsbetriebs. Am 30. April hält Rektor Hummel die erste medizinische Vorlesung über die Aphorismen des Hippokrates. Er hat über 15 Jahre den einzigen Lehrstuhl für Medizin inne.

1751      Die Freiburger Fakultät macht der vorderösterreichischen Regierung den Vorschlag, die kranken Armen in den Spitälern der Stadt, also nicht nur im Armenspital, gratis und durch Professoren selbst zu behandeln.

1780      Errichtung eines „Allgemeinen Kranken-Spitals“  im Kollegium Sapientiae in der Herrenstraße

1780er Jahre Das Kollegium der Medizinischen Fakultät besteht aus sieben Professoren und einem Prosektor bei einer Studentenzahl, die sich gegen 50 bewegt und bis in die 90er Jahre auf rund 100 Studenten pro Studienjahr ansteigt.

1829      Eröffnung des „Klinischen Hospitals“ in der Albertstraße

1868-1911           Entstehung von Kliniken für Frauen-, Augen- und Kinderheilkunde, der Chirurgie und der Poliklinik im heutigen Institutsviertel

1887      Eröffnung der Psychiatrischen Klinik an der Hauptstraße im Vorort Herdern

1899      Die Studentinnen, die sich zum Wintersemester an der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg einschreiben, sind die ersten regulär immatrikulierten Studentinnen im Deutschen Reich und später die ersten Ärztinnen mit einer deutschen Approbation.

1922      Umwandlung des Garnisonslazaretts in Herdern zur Hautklinik

1926-1931           Errichtung der Medizinischen und Chirurgischen Kliniken in der Hugstetter Straße

1931 Die Dermatologin Berta Ottenstein habilitiert sich als erste Frau an der Universität Freiburg.

1933 Auf Grundlage des Ermächtigungsgesetzes der nationalsozialistischen Reichsregierung und Befehl des Rektorats der Universität Freiburg erfolgt die Entlassung der jüdischen Fakultätsmitglieder.

27.11.1944          Zerstörung nahezu aller Institute und Kliniken durch einen schweren Luftangriff auf Freiburg

1948 – 1953        Wiederaufbau der Chirurgischen, der Medizinischen und der Frauenklinik

Nach 1953          Gesamtplanung und Errichtung aller weiteren Klinikbauten im Bereich der Hugstetter Straße

1960er Jahre Anzahl der Medizinstudenten in Freiburg wächst rasant an, so dass es zu ersten  Zulassungsbeschränkungen an der medizinischen Fakultät kommt. Im Sommersemester 1963 sind rund 3000 Studierende eingeschrieben.

Ab 1970 Neuordnung der medizinischen  Ausbildung auf Grundlage der neuen Approbationsordnung für Ärzte – unter anderem wird die Ausbildungsdauer auf sechs Jahre festgelegt und das Schwergewicht auf schriftliche Prüfungen verlagert.

1998 Auf Grundlage des Hochschulmedizinreformgesetzes werden der Fakultätsvorstand und der Fakultätsrat als neue Leitungsorgane der Fakultät geschaffen.

Wintersemester 2001/ 2002 Start des Studiengangs Molekulare Medizin

2010 Start des Studiengangs Pflegewissenschaft

2006 Gründung der Spemann Graduiertenschule für Biologie und Medizin im Rahmen der Exzellenzinitiative der Bundesregierung

Zum Wintersemester 2016/17 gehören der Medizinischen Fakultät rund 100 Professorinnen und Professoren sowie 2500 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, die an 56 Instituten, Kliniken und Einrichtungen aktiv sind. Eingeschrieben sind über 3300 Studierende.

Quellen: Eduard Seidler/ Karl-Heinz Leven. Die Medizinische Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. Grundlagen und Entwicklungen. Verlag Karl Alber. Freiburg/ München 2007.

550 Jahre Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Festschrift in 5 Bänden, Verlag Karl Alber. Freiburg/ München 2007