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Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät

Molekulare Zellforschung und Regenerative Medizin

Biologische Signalprozesse bilden die Lebensgrundlage aller Zellen eines Organismus. Das Verständnis dieser Prozesse ist von fundamentaler Bedeutung für die medizinische Forschung, da sie bei der Entstehung vieler Erkrankungen eine entscheidende Rolle spielen. Zentral für den Forschungsschwerpunkt „Molekulare Zellforschung und Regenerative Medizin“ ist der Sonderforschungsbereich „Funktionelle Spezifität durch Kopplung und Modifikation von Proteinen“. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen den Aufbau und die Funktionsweise von Proteinkomplexen und -netzwerken (Nano-Maschinen). Zudem arbeiten sie im Exzellenzcluster "BIOSS" an der interdisziplinären Erforschung biologischer Signalprozesse. Im Sonderforschungsbereich "Nierenerkrankungen – vom Gen zum Mechanismus" untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg, wie fehlerhafte Gene und Proteine die Entwicklung und Funktion der Niere beeinträchtigen.

Immunologie und Infektiologie

Das menschliche Immunsystem hat sich entwickelt, um Infektionen abzuwehren. Wenn es nicht richtig gesteuert wird, kann es sich aber auch gegen den eigenen Körper richten und zu schweren Entzündungen führen. Im Forschungsschwerpunkt "Immunologie und Infektiologie" wird über die Untersuchung von Infektionserkrankungen (z.B. durch Hepatitisviren, Staphylokokken, Influenza) und entzündlichen Erkrankungen (z.B. entzündliche Darmerkrankungen, Multiple Sklerose, Rheuma, Transplantat-gegen-Wirt-Reaktionen) ein Zugang zum Verständnis des menschlichen Immunsystems gesucht.

Ein besonderer Kristallisationspunkt ist das bundesweit einzigartige Centrum für Chronische Immundefizienz, in dem alle wissenschaftlichen Expertisen im Bereich Immundefizienz am Standort Freiburg zusammengeführt werden. Ziel der Ärzte und Wissenschaftler ist es, die Ursachen der Immunschwäche besser zu verstehen und die Diagnostik und die Therapie von Immundefizienzerkrankungen zu verbessern.

Epigenetik und Funktionelle Genetik

Die Epigenetik ist ein relativ junges Forschungsfeld, das sich mit Mechanismen der Vererbung beschäftigt, die über die genetische Festlegung hinausgehen. Dabei handelt es sich um dynamische Veränderungen, bei denen wechselnde Umweltbedingungen wie zum Beispiel Ernährung, Stress sowie Medikamente epigenetische Muster hinterlassen.

Die Analyse und Interpretation dieser Muster kann zum besseren Verständnis der Entstehung von Krankheiten beitragen und neue Wege der Diagnose und Behandlung aufzeigen. Ausgehend vom Sonderforschungsbereich „Medizinische Epigenetik – Von grundlegenden Mechanismen zu klinischen Anwendungen“ hat sich die Universitätsmedizin Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik zum international sichtbaren Zentrum dieses hochaktuellen Forschungszweigs entwickelt.

Onkologie und Funktionelles Imaging

Die Tumorforschung hat in Freiburg eine lange Tradition. So hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft bereits viele Sonderforschungsbereiche (SFB) zur Onkologie gefördert. Aktuell steht der SFB „Kontrolle der Zellmotilität bei Morphogenese, Tumorinvasion und Metastasierung“, in dem die Ausbreitung bösartiger Tumore untersucht wird, im Zentrum der Forschungsaktivitäten. Die Ergebnisse der Tumorforschung werden in der Patientenversorgung des Universitätsklinikums umgesetzt. Hier nehmen das Comprehensive Cancer Center Freiburg als eines der von der Deutschen Krebshilfe ausgezeichneten onkologischen Spitzenzentren in Deutschland sowie das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung mit seinem Standort in Freiburg eine wichtige Brückenfunktion ein.

Neurowissenschaften

Ein Drittel der Menschen ist im Laufe seines Lebens von einer neurologischen Krankheit wie Parkinson oder Epilepsie betroffen. Die Erforschung des Gehirns, seiner Funktionen und die Entwicklung neuer Therapien zur Behandlung neurologischer Erkrankungen hat sich an der Medizinischen Fakultät in Freiburg seit den 1980er Jahren als Forschungsschwerpunkt mit internationaler Ausstrahlung etabliert. Die Aktivitäten decken ein breites Spektrum ab: Sie reichen von der Erforschung molekularbiologischer Vorgänge im zentralen Nervensystem und der Kommunikation zwischen den Nervenzellen bis hin zu Studien mit Patienten im Universitätsklinikum.

Herausragend ist in Freiburg die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Neurowissenschaftler in Forschungsverbünden. Im 2017 gestarteten Transregio-Sonderforschungsbereich "Neuro-Mac" wird die Immunabwehr des Gehirns erforscht. Im Rahmen des Freiburger Exzellenzclusters „BrainLinks-BrainTools“ arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät mit Kolleginnen und Kollegen aus der Technischen Fakultät und der Fakultät für Biologie daran, technische Elemente mit dem Nervensystem zu verbinden. Eines ihrer Ziele ist es, dass gelähmte Menschen durch ihre Gedanken künstliche Gliedmaßen oder Assistenzroboter steuern können.

 

Aktuell geförderte Verbund-/Großprojekte (national)

 

Sonderforschungsbereiche (SFB)

  • SFB 746: Funktionelle Spezifität durch Kopplung und Modifikation von Proteinen
  • SFB 850: Kontrolle der Zellmotilität bei Morphogenese, Tumorinvasion und Metastasierung
  • SFB 992: Medizinische Epigenetik – Von grundlegenden Mechanismen zu klinischen Anwendungen (MEDEP)
  • SFB 1015: Muße. Grenzen, Raumzeitlichkeit, Praktiken (Beteiligung)
  • SFB 1140: Nierenerkrankung – Vom Gen zum Mechanismus (KIDGEM)
  • SFB 1160: Immunpathologie als Folge eingeschränkter Immunreaktionen (IMPATH)

 

Transregio-Sonderforschungsbereiche (SFB/TRR)

  • SFB/TRR 130: B-Zellen: Immunität und Autoimmunität (Beteiligung)
  • SFB/TRR 152: TRiPs to Homeostasis. Maintenance of Body Homeostasis by Transient Receptor Potential Channel Modules (Beteiligung)
  • SFB/TRR 167: Entwicklung, Funktion und Potenzial von myeloiden Zellen im zentralen Nervensystem (NeuroMac)
  • SFB/TRR 179: Determinanten und Dynamik der Elimination versus Persistenz bei Hepatitis-Virus-Infektionen (Beteiligung)

 

DFG-Forschergruppen (FOR)

  • FOR 2033: Die hämatopoetischen Nischen (Beteiligung)
  • FOR 2036: New insights into Bcl-2 family interactions: from biophysics to function (Beteiligung)
  • FOR 2143: Interneuron Synaptic Plasticity - From Mechanisms to Functions
  • FOR 2674: Alters-assozierte epigenetische Veränderungen als therapeutischer Ansatzpunkt in der Behandlung der akuten myeloischen Leukämie 

 

Graduiertenschule (GSC) / Intergrierte Graduiertenkollegs (IRTG) / Graduiertenkollegs (GRK)

  • GSC 4: Spemann Graduiertenschule für Biologie und Medizin (SGBM)
  • IRTG (integrated SFB 850): Control of Cell Motility in Morphogenesis, Cancer Invasion and Metastasis
  • IRTG (integrated SFB 992): Medical Epigenetics (MEDEP)
  • GRK 1642: Weiche Materie: Von molekularen Kräften zu neuen Materialien (Beteiligung)
  • GRK 1767: Faktuales und Fiktionales Erzählen – Differenzen, Interferenzen und Kongruenzen in narratologischer Perspektive (Beteiligung)
  • GRK 1976Functional Diversity of Cofactors in Enzymes (Beteiligung)
  • GRK 2202: Transport über und in Membranen (Beteiligung)
  • GRK 2344: MeInBio - BioInMe: Untersuchung räumlicher und zeitlicher Dynamik der Genregulation mit hochauflösenden Hochdurchsatzverfahren

 

Schwerpunktprogramme (SPP)

  • SPP 1596: Ecology and species barriers in emerging viral diseases (Beteiligung)
  • SPP 1738: Emerging roles of non-coding RNAs in nervous system development, plasticity and Disease (Beteiligung)
  • SPP 1926: Next Generation Optogenetics: Tool Development and Application (Beteiligung)
  • SPP 1937: Innate Lymphoid Cells (Beteiligung)

 

Strukturierte Nachwuchsprogramme

 

Beteiligung an Exzellenzclustern

 

Verbundprojekte

 

Nationale Kohorte (NaKo)

Das Institut für Prävention und Tumorepidemiologie (IPE) ist eines von 18 Rekrutierungszentren für die bundesweite Studie "Gemeinsam forschen für eine gesündere Zukunft – Die Nationale Kohorte". Hier werden zwischen 2013 und 2017 insgesamt 10.000 Probanden befragt und vermessen mit dem Ziel, neue Risikofaktoren und Früherkennungsmerkmale für wichtige Volkskrankheiten zu ermitteln.

 

Beteiligungen an den Deutschen Gesundheitsforschungszentren