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Praktische Hinweise

 

Ethische Aspekte

In der klinischen und biomedizinischen Forschung kann es zu Zielkonflikten kommen, wenn nicht allein das Wohlergehen des Patienten handlungsleitend ist, sondern auch Forschungsinteressen verfolgt werden. Deshalb berät und beurteilt die Ethik-Kommission der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ethische und rechtliche Aspekte bei der Planung und Durchführung medizinischer Forschung am lebenden und verstorbenen Menschen.

Die Generalversammlung des Weltärztebundes (World Medical Association, WMA) hat 1964 eine Stellungnahme zu ethischen Grundsätzen in der medizinischen Forschung am Menschen, mit identifizierbarem menschlichem Material und Daten abgegeben, welche noch heute als Richtlinie gilt.

 

Good Experimental Design

 

Forschungsdaten

Forschungsdaten sind eine wesentliche Grundlage für das wissenschaftliche Arbeiten. Die Sicherung und Veröffentlichung dieser Daten dient nicht nur der Überprüfung früherer Ergebnisse, sondern auch dem Erzielen künftiger Ergebnisse z.B. durch deren gemeinsame Nutzung. Die folgenden Grundsätze und Leitlinien haben zum Ziel, die Qualität in wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen zu sichern und deren Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu fördern. 

Umgang mit Forschungsdaten

  • Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen verabschiedete am 24. Juni 2010 Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten, die als Grundlage für weitere Leitlinien (z.B. der Deutschen Forschungsgemeinschaft, s. unten) diente. Kernpunkte sind die langfristige Sicherung der Forschungsdaten (mind. 10 Jahre) und die Bereitstellung der Daten aus öffentlich geförderter Forschung, sofern Datenschutz und urheberrechtliche Gründe nicht dagegen stehen.
  • Ausführliche Informationen zum Umgang mit Forschungsdaten finden Sie auf den Seiten der Deutschen Forschungsgemeinschaft: Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten
  • Science Europe (eine Vereinigung europäischer Forschungsförderorganisationen und Forschungsorganisationen) hat ein Rahmenwerk für Forschungsdaten-Management veröffentlicht. Dieses dient dazu den wachsenden Anforderungen von Forschungsorganisationen und Organisationen von Forschungsförderung im Hinblick auf gutes Daten-Management gerecht zu werden.
  • Weitere Informationen zum Thema Forschungsdaten finden Sie auf den Seiten der Bibliothek der Universitätsmedizin.

Open Access

  • Der DFG Hauptausschuss hat Richtlinien für die Bereitstellung von Ergebnissen aus DFG-geförderten Projekten im Open Access verabschiedet. Die Sachbeihilfeempfänger der DFG sollen ihre Forschungsergebnisse nach Möglichkeit (auch) digital und für Nutzer entgeltfrei über das Internet bereitstellen. Weitere Informationen erhalten Sie über die Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme Seite der DFG.
  • Die OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) verabschiedete 2007 internationale Richtlinien zur Bereitstellung von wissenschaftlichen Daten aus öffentlich geförderter Forschung: Principles and Guidelines for Access to Research Data
  • Open Access in Horizont 2020: Im Rahmenprogramm Horizont 2020 müssen Zuwendungsempfänger ‚Open Access‘ zu allen begutachteten wissenschaftlichen Publikationen sicherstellen, die aus den geförderten Projekten entstehen. Darüber hinaus verfolgt die EU-Kommission mit dem „Open Research Data Pilot“ das Ziel, Zugang zu und Wiederverwendung von Forschungsdaten, die in Horizont 2020-Projekten generiert wurden, zu stärken. Weitere Hinweise hierzu finden Interessenten im Horizont 2020 Online Manual desTeilnehmerportals.

  • Praktische Informationen finden Sie auch auf der Themenseite der Bibliothek der Universitätsmedizin.

 Datenschutz

  • Am 25.Mai 2018 ist die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten. Daraus ergeben sich verändert Anforderungen für alle medizinischen Forschungsvorhaben, die personenbezogene Daten verarbeiten. Der Arbeitskreis Medizinischer Ethik-Kommissionen in der Bundesrepublik Deutschland e.V. hat zur DSGVO eine Handreichung veröffentlicht.

Biobanken

 

Recherche, wissenschaftliches Schreiben und Publizieren

Informationen und Unterstützung zur Literaturrecherche, zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten und zum Publizieren finden Sie auf den Seiten der Bibliothek der Universitätsmedizin.

 

Leitlinien für Forschungsberichte

 

Geistiges Eigentum bei Wissenstransfer

Die Albert-Ludwigs-Universität fördert den Wissens- und Technologietransfer, d.h. die Umsetzung und Nutzung der Ergebnisse von Forschung und Entwicklung in die Praxis (Landeshochschulgesetz (§ 2 Abs. 5 Fassung vom 01.04.2014), Empfehlung der EU [s. unten]). Diese Verwertung der Ergebnisse hängt vom Umgang mit geistigem Eigentum ab, welcher in den unten stehenden Leitlinien geregelt ist. Lizenzierung, Verkauf und Unterstützung von Unternehmensgründungen sollen aktiv betrieben werden und somit zur sozialökonomischen Entwicklung von Stadt, Region und Land beitragen. 

 

Weitere Hinweise zu Qualitätskriterien und Replizierbarkeit in der Forschung