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Perspektiven

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Chancen, die das Studium bietet

Pflegeexpertinnen und -experten werden in der Pflegepraxis immer wichtiger – nicht nur am Universitätsklinikum Freiburg, wo sie heute Teil der Strategie der Pflege und unverzichtbar geworden sind. Drei Stimmen, die die Bedeutsamkeit des Studiengangs Pflegewissenschaft belegen – drei, die ihre Chancen nutzen.

Verbesserung der Patientenbetreuung durch Anwendung von Forschungsergebnissen

is_bearbeitetBereits kurz nach meiner Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin habe ich mir überlegt, ein Studium im Bereich der Pflege zu machen. Es erschien mir sinnvoll, da ich in der Praxis viele Fragen unbeantwortet fand und öfters doch an Grenzen stieß. Nach einigen Jahren Berufserfahrung habe ich mich dann endgültig zum Studium der Pflegewissenschaft entschieden und dieses 2008 an der Universität in Basel begonnen.

Nach meinem Masterstudium arbeite ich jetzt im Universitätsklinikum als Pflegeexpertin für Delir sowie für Menschen mit Demenz. Es ist eine sehr spannende Aufgabe für mich, den Fragen in der Pflegepraxis nachzugehen, die vorhandenen Erkenntnisse aus der Forschung zu sichten, deren Qualität und Praxisrelevanz einzuschätzen und für die Bedürfnisse der Patienten zu nutzen. Dabei sind die Bedingungen vor Ort zentral für meine Arbeit. Mit meiner Arbeit kann ich aktiv zur Verbesserung der Gesundheits- und Krankenversorgung beitragen.

Zu Beginn meiner eigenen Ausbildung in der Pflege gab es in Freiburg leider keine Möglichkeit für ein entsprechendes Studium.

Das hiesige Studium ermöglicht innerhalb von vier Jahren sowohl die Ausbildung in Gesundheits-und Krankenpflege (bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflege) als auch den Erwerb von wissenschaftlichen und methodischen Kompetenzen auf Bachelorniveau und eine erste Vertiefung in einem Fachbereich. Für die berufliche Zukunft stehen einem damit alle Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung offen.

Irina Schwindt, M.Sc. Pflegewissenschaft, Pflegeexpertin am Universitätsklinikum, Pflegedirektion

Balance von Theorie und Praxis

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„Gut an diesem Studium finde ich, dass man von Anfangan intensiv im kritischen Denken und im systematischen Umgang mit wissenschaftlicher Literatur ausgebildet wird. Die praktische Tätigkeit geht im Studium nicht verloren und das war bisher in der Pflege bei einem Studium oft nicht möglich. Als Pflegeexpertin kann ich bestätigen, wie wichtig es ist, die eigene Arbeit zu hinterfragen. Ich konnte viele Fragen aus der Praxis besser formulieren und Lösungen entwickeln. Es ist faszinierend, immer wieder neue Gedanken und Forschung zu bestimmten Pflegeproblemen zu entdecken und auf die eigene Praxis anzuwenden.

Ich bin als Pflegeexpertin in der klinischen Praxis geblieben und arbeite jetzt maßgeblich an der Pflegeentwicklung mit. Der Weg zur Pflegeexpertin ist machbar – heute habe ich mir in einigen Bereichen einen Namen gemacht – z. B. mit Schmerzmanagement bei Kindern und komplementären Pflegemethoden.“

Bernadette Bächle-Helde, M.Sc. Pflegewissenschaft, Pflegeexpertin am Universitätsklinikum Freiburg, Zentrum für Kinder-  und Jugendmedizin

Neues in der Pflege mit gestalten

3_lynn_leppla_100 dpi.jpg„Ich habe nach einer Herausforderung in meinem Beruf gesucht, der mich nicht weg von der klinischen Praxis führt. Mit dem Studiengang der Pflegewissenschaften habe ich genau dies gefunden. Die Möglichkeit nach meinem B.Sc.-Abschluss als Trainee zu arbeiten und bei der Entwicklung eines neuen Pflegeexpertenkonzepts dabei zu sein, sehe ich als einmalige und wertvolle Chance. Während des Studiums erwirbt man das nötige Werkzeug, um die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und die klinische Pflegepraxis zu verbinden, ohne dass man sich zu weit vom Patientenbett entfernt. Für mich ist es sehr wichtig, dass ich mich zudem in meinem klinischen Fachbereich spezialisieren und das Studium bisher auch darauf ausrichten konnte.

Es ist sehr gut, dass an der Universität Freiburg nun endlich ein solcher Studiengang Pflegewissenschaft startet. Ich wünschte, es hätte ihn schon früher hier gegeben, da wäre mir die Herausforderung, Studium, Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen, um einiges leichter gefallen.“

Lynn Leppla, B.Sc. Pflegewissenschaft, Trainee am Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Universitätsklinik, Abteilung I: Hämatologie und Onkologie

 

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