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DFG zeichnet Prof. Nikolaus Pfanner mit einem Reinhart Koselleck-Projekt aus

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft zeichnet Professor Nikolaus Pfanner mit einem mit 1,2 Millionen Euro dotierten Reinhart Koselleck-Projekt aus. Damit fördert sie seine Forschungsarbeiten zum Aufbau und der Entstehung der Mitochondrien. Die Zellkraftwerke sind lebensnotwendig für den Energiehaushalt und den Stoffwechsel von Zellen. Störungen der Mitochondrien können zu schweren Krankheiten des Nervensystems, des Herzens und der Niere führen.
DFG zeichnet Prof. Nikolaus Pfanner mit einem Reinhart Koselleck-Projekt aus

Prof. Nikolaus Pfanner

Das Koselleck-Programm soll Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit einem herausragenden Lebenslauf die Möglichkeit zu besonders innovativen Projekten eröffnen. Das Förderprogramm ist nach dem renommierten Historiker Reinhart Koselleck benannt, der 2006 verstorben ist. Die Fördermittel können flexibel für die Forschung eingesetzt werden. „Damit bieten sich meinem Team exzellente Möglichkeiten, die vielfältigen Aufgaben von Mitochondrien in lebenden Zellen zu untersuchen“, erläutert Pfanner. „Besonders aktuell sind Proteine, die gleich mehrere Funktionen ausüben. Proteine sind die Arbeiter in den Zellen und wir haben Hinweise darauf gefunden, dass unerwartet viele Proteine multifunktional sind, also mehr als einen Job haben. Mit den Koselleck-Mitteln können wir nun in den nächsten fünf Jahren untersuchen, welche Bedeutung solche besonders fleißigen Proteine in den Zellen haben und wie Störungen dieser Proteine die Zellen schädigen.“

Nikolaus Pfanner leitet das Institut für Biochemie und Molekularbiologie der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Er ist Mitglied im Exzellenzcluster BIOSS Centre for Biological Signalling Studies und der Spemann Graduiertenschule für Biologie und Medizin (SGBM) der Universität Freiburg. Für seine Forschungsarbeiten wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, dem Max-Planck-Forschungspreis, dem Landesforschungspreis Baden-Württemberg, der Otto-Warburg-Medaille und dem Stein and Moore Award (USA).

 

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Universität Freiburg